Jugend-Nationalteams

- Chantal Laboureur (l.) und Levke Spinger sind U19-Weltmeisterinnen 2008
Nachwuchsförderung in Deutschland vorbildlich
Der Deutsche Volleyball-Verband hat bereits 1997, als es noch fast kein Bewusstsein für Beach-Volleyball gab, auf die Nachwuchsförderung gesetzt. Sukzessive wurde die Nachwuchsarbeit ausgebaut. 2003 gelang den DVV-Nachwuchsteams der große "Wurf": Auf allen fünf internationalen Wettkämpfen waren die Deutschen vertreten und holten ganze 14 von 20 möglichen Medaillen. Dieser Erfolg lässt sich auf den damaligen Nachwuchs-Bundestrainer, Lennard Krapp, zurückführen. DVV-Direktor Günther Hamel bestätigte: "Fast im Alleingang hat Lennard mit viel Energie durchgesetzt, dass der Verband sich die Nachwuchsförderung überhaupt auf die Fahne geschrieben hat. Dieser Vorsprung anderen Nationen gegenüber war unser großes Plus und ist eindeutig Lennards Verdienst." Die anderen Nationen profitierten von der vorbildlichen Nachwuchsarbeit der Deutschen. Geeske Banck, von Anfang an dabei und heute auf europäischer Ebene etabliert, weiß: "Jede Nation, die heute eine gute Nachwuchsarbeit hat und diese vor zehn Jahren noch nicht hatte, hat sich an dem orientiert, was sie bei den deutschen Betreuerteams gesehen und von denen erfahren hat." Nach elf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit trennte sich der DVV von Lennard Krapp, um sich neu zu orientieren. Derzeit beschäftigt der DVV drei hauptamtliche Bundestrainer im Nachwuchsbereich: Silke Lüdike ist zuständig für die Altersklasse U18/U19, Elmar Harbrecht trainiert die U20/U21-Jugendlichen und Jörg Ahmann ist als Chef-Bundestrainer verantwortlich für die U23-Athleten, die er in den Erwachsenenbereich führen soll.
Inzwischen haben auch die anderen Nationen ihre Bemühungen in der Nachwuchsarbeit verstärkt, sodass es für die deutschen Jugend-SpielerInnen nicht mehr so "einfach" ist, Medaillen zu holen. Dennoch gab es 2008 vier Mal Edelmetall für den DVV-Nachwuchs.
Die internationalen Höhepunkte 2008, Athleten, die dort die deutschen Farben vertreten haben, und ihre Erfolge im Überblick:
U18-Nachwuchs
Benjamin Dollhofer/Bengt Sievers (3. Platz U18-EM in Loutraki, Griechenland)
Michel Bargmann/Felix Quecke (Platz 5. U18-EM Loutraki, Griechenland)
Victoria Bieneck/Laura Weihenmaier (2. Platz U18-EM Loutraki, Griechenland)
Christine Aulenbrock/Isabell Schneider (5. Platz U18-EM Loutraki, Griechenland)
U19-Nachwuchs
Steffen Drößler/Thomas Just (9. Platz U19-WM Den Haag, Niederlande)
Teresa Mersmann/Laura Weihenmaier (5. Platz U19-WM Den Haag, Niederlande)
Chantal Laboureur/Levke Spinger (1. Platz U19-WM Den Haag, Niederlande)
U20-Nachwuchs
Lars Flüggen/Toni Hellmuth (9. Platz U20-EM San Salvo, Italien)
Stefan Köhler/Malte Stiel (13. Platz U20-EM San Salvo, Italien)
Christine Aulenbrock/Stephanie Koszowski (5. Platz U20-EM San Salvo, Italien)
Victoria Bieneck/Marika Steinhauff (13. Platz U20-EM San Salvo, Italien)
U21-Nachwuchs
Matthias Penk/Alexander Walkenhorst (4. Platz U21-WM Brighton, Groß Britannien)
Jonathan Erdmann/Marvin Klass (9. Platz U21-WM Brighton, Groß Britannien)
Karla Borger/Britta Büthe (5. Platz U21-WM Brighton, Groß Britannien)
Lisa Mittenzwei/Anni Schumacher (9. Platz U21-WM Brighton, Groß Britannien)
U23-Nachwuchs
Sebastian Fuchs/Thomas Kaczmarek (3. Platz EM Espinho, Portugal)
Jonathan Erdmann/Stefan Windscheif (4. Platz EM Espinho, Portugal)
Frederike Fischer/Julia Grossner (5. Platz U23-EM Espinho, Portugal)
Melanie Gernert/Jana Köhler (5. Platz U23-EM Espinho, Portugal)








